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Das Problem der Konservierung

Sehr viel Gedanken haben wir uns um die Konservierung der Briefe gemacht. 100 Jahre sind eine lange Zeit. Ist es überhaupt richtig, den Stahlcontainer luftdicht zuzuschweißen? Können die Briefe faulen? Was passiert mit der Feuchtigkeit? Welches Papier darf verwendet werden? Was passiert mit Metallen (Büroklammern)?
Wir haben uns an das Institut für für Buchrestauration in Leipzig gewandt und einen begeisterten Brief zurückbekommen:
"Ihr Projekt ist das größte Papierexperiment, was je unternommen wurde. Leider können wir das Ergebnis nicht mehr mitbekommen..."

Schließlich haben wir in die Box 5 kg Silikagel getan, die Briefe in robuste Plastikkontainer gelegt und mit einer stabilen Folie abgedeckt, damit die Briefe keine Berührung mit der Außenwand haben. Die Box ist ca. einen Meter unter der Erde in einem 15cm dicken Betonmantel eingelassen. Die Temperaturschwankungen dürften minimal sein, womit auch die Kondenswasserbildung minimiert sein sollte. Der Betonmantel verträgt sehr große Traglasten.

Der Container muß beim Öffnen aufgeschweißt werden. Damit die Briefe durch die Hitze nicht verbrennen, ist hinter der Schweißnaht eine doppelte Wand angebracht.

Ein Leserbrief in der Schwäbischen Zeitung warnt vor dem Projekt:
"Es könnten sich dort Bakterien über hundert Jahre halten,
gegen die bis dahin kein Mensch mehr resistent ist.
Die Box ist eine große Gefahr für die Menschheit."
 

Die Schweißnaht der Tür
 

Das Verschweißen des Briefschlitzes nachdem der letzte Brief eingeworfen wurd.
 

Anweisung zum Aufschweißen der postbox am 01.01.2100